Ökologisch betrachtet


„Der Urkaffee“ wird von wilden Kaffeepflanzen aus dem Gebiet um Jimma in der Provinz Kaffa gewonnen. Den dort lebenden Kleinbauern wird mit der Ernte und der Verarbeitung dieser kostbaren Kaffeebohnen eine wichtige Erwerbsquelle erschlossen. Da dieser Kaffee nicht über die Kaffeebörsen in der Hauptstadt Addis Abeba gehandelt wird, erzielt er wesentlich bessere Preise.

Damit einher geht auch die bewusste Erhaltung des Regenwaldes im äthiopischen Hochland. Der ist nämlich in seinem Bestand gefährdet. Über die Jahrzehnte ist der Regenwald derart massiv abgeholzt worden, dass heute nur noch rund 3% des ursprünglich vorhandenen Gebietes als Lebensraum für die wilden Kaffeesträucher geblieben sind. Die Ursache dafür ist zum einen die Tatsache, dass Brennholz für die Bevölkerung meistens die einzige Energiequelle ist. Zum anderen hat in Äthiopien die klassische Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht einen höheren Stellenwert. Und dafür braucht es freie Flächen, die über die Jahre mittels Brandrodung großzügig geschaffen worden sind. Zudem ist der Kaffee-Weltmarkt von Billig-Sorten zu Niedrigstpreisen derart überschwemmt, dass ein äthiopischer Kleinbauer keinen Anreiz zum Kaffeeanbau erkennen kann.


Mit dem Direktvertrieb von Wildkaffee ist es vielen Äthiopischen Kleinbauern nunmehr möglich, umweltschonend und zugleich sehr wirtschaftlich mit dem Regenwald zu koexistieren. Zu danken ist diese Initiative dem Verein „GEO schützt den Regenwald“, der sich in Zusammenarbeit mit Importeuren und Kaffeebauern im Jahr 2003 dieser einzigartigen Idee eines „fairen Handels“ angenommen hat. „Der Urkaffee“ unterstützt somit nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit. Weitere Informationen über die Wildkaffee-Initiative finden Sie in der Ausgabe 1/2003 des Magazins GEO oder unter www.geo.de.